Bestehend aus über 228’000 einzelnen Punkten, aufgebaut im präzisen Dotwork-Halftone-Stil und versiegelt unter einer hochglänzenden Harzoberfläche, entsteht ein Werk, das sich mit Zeit, Erinnerung und fortlaufender Veränderung beschäftigt.
Im Zentrum steht eine Figur reduziert auf eine Silhouette.
Ohne Gesicht. Ohne klare Identität.
Nicht als bestimmte Person, sondern als Zustand zwischen Vergangenheit, Gegenwart und dem, was noch entsteht.
Die Form bewegt sich zwischen Engel und Vogel.
Zwischen etwas, das getragen wird, und etwas, das selbst fliegen muss.
Zwischen Schutz, Instinkt und Transformation.
Die Flügel bestehen nicht aus einer geschlossenen Struktur, sondern aus Fragmenten eines Lebens.
Momente von Nähe, Kindheit, Leichtigkeit und Verbundenheit aber ebenso Vergänglichkeit, Distanz und Abschied.
Was aus der Distanz ruhig und vollständig erscheint, zerfällt aus der Nähe in tausende einzelne Punkte.
Eine Struktur, die Stabilität suggeriert, obwohl sie sich permanent verändert.
BECOMING zeigt Transformation nicht als klaren Übergang, sondern als dauerhaften Zustand.
Denn nichts im Menschen bleibt vollständig bestehen.
Persönlichkeit entsteht aus Erinnerungen, Erfahrungen, Verlusten und Begegnungen.
Aus allem, was uns formt und gleichzeitig verändert.
Die Figur befindet sich weder am Anfang noch am Ende.
Sondern genau dazwischen.
In einem Moment, in dem alles gleichzeitig existiert:
das, was war,
das, was ist,
und das, was bereits beginnt, etwas Neues zu werden.